Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Benno Martiny

geboren: 14. März 1871 Scharfenort bei Danzig
gestorben: 1953 Göttingen
Konfession: evangelisch seit 1899, vorher ohne
Vater: Landwirt, Privatgelehrter, Verbandspolitiker

Benno Martiny

Martiny besuchte Schulen in Litzelhof (Kärnten) und Berlin. Von 1891 bis 1897 studierte er Maschinenbau an der TH Berlin. Danach war er Fachlehrer an den Maschinenbauschulen Ilmenau und Einbeck, von 1901 bis 1908 Oberlehrer an den Maschinenbauschulen Einbeck und Duisburg. 1908 erhielt er einen Ruf auf ein planmäßiges Extraordinariat für Landmaschinenkunde an die Universität Halle, 1921 wurde die Stelle in eine ordentliche Professur umgewandelt. 1911 promovierte Martiny mit einer Schrift über die Zugkraftmessung an Bodenbearbeitungsgeräten an der Universität Gießen zum Dr. phil. Martiny führte 1911 die ersten Motorpflügungen in Deutschland durch, widmete sich milchwirtschaftlichen und prüftechnischen Problemen im Bereich der Landtechnik und setze sich für die Einführung von Melkmaschinen in der Landwirtschaft ein. 1936 von den amtlichen Verpflichtungen entbunden, vertrat er den Lehrstuhl bis zur Berufung des Nachfolgers. 1937 lehnte er einen Ruf nach Ankara ab, 1939 siedelte er nach Göttingen über.

Organisationen: 1917/18 Hallescher Verband für die Erforschung der mitteldeutschen Bodenschätze und ihrer Verwertung, Aufnahme in die NSDAP am 1. Mai 1933 (Mitglied Nr. 2 187 724), NSV, NSBDT.

Quellen: UAHW, Rep. 11, PA 11166 (Martiny); UAHW, Rep. 6, Nr. 1407; DBE Bd. 6, S. 641.

Bild: UAHW

Autor: HE

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