Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Franz Rudolf Merkel

geboren: 3. Dezember 1881 Landsberg am Lech
gestorben: 10. August 1955 München
Konfession: evangelisch
Vater: Bezirksamtsassessor

Franz Rudolf Merkel

Die Volksschule und das Gymnasium besuchte Merkel in München, dort begann er 1901 auch sein Studium der Geschichte und Philosophie. Im Sommersemester 1903 wechselte er Fach und Universität, in Berlin später in Erlangen studierte er Theologie. 1905 legte er die Aufnahmeprüfung für das Königlich protestantische Predigerseminar zu München ab. 1907 folgte die Ernennung zum Hilfsgeistlichen, 1910 bestand er die Schlussprüfung. 1912 promovierte er in Straßburg mit einer Arbeit über den Naturphilosophen Gotthilf Heinrich Schubert und die deutsche Romantik. Im selben Jahr erhielt er eine Anstellung als Pfarrer in Gustenfelden bei Nürnberg. Bald nach Kriegsbeginn meldete sich Merkel freiwillig zum Seelsorgedienst beim Heer, ab Ende 1914 bis 1916 war er als Truppen- und Lazarettgeistlicher an der Westfront eingesetzt. 1918 promovierte er in Göttingen zum Dr. phil. mit einer Arbeit über Leibnitz und die China-Mission. Eine Erweiterung dieser Arbeit, in der Merkel unter anderem den Briefwechsel zwischen Leibnitz und Francke auswertete, erkannte die Theol. Fakultät der Universität Halle als Habilitationsschrift an. Seine Antrittsvorlesung hielt Merkel 1920 über die Bedeutung der Mission für die Wissenschaft. 1922 folgte die Umhabilitierung nach München, 1933 erhielt er hier ein planmäßiges Extraordinariat für allgemeine Religionswissenschaften. In den 50-er Jahren veröffentlichte er vor allem über die Mission Chinas.

Organisationen: 1924 bis 1926 Mitglied der »Reichsflagge«, danach bis 1930 DNVP; Stahlhelm.

Quellen: UAHW, Rep. 27, Nr. 882; kein Eintrag bei www.bautz.de; keine PA im UAHW; BA R 4901/13271.

Autor: HE

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