Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Waldemar Mitscherlich

geboren: 22. März 1877 Hannoversch Münden
gestorben: 31. Juli 1961 Bad Godesberg
Konfession: evangelisch
Vater: Universitätsprofessor

Waldemar Mitscherlich

Zunächst studierte Mitscherlich von 1898 bis 1900 Naturwissenschaften in Göttingen, von 1900 bis 1907 jedoch Philosophie, Geschichte und Nationalökonomie in Freiburg, Kiel und Berlin. 1904 promovierte er an der Universität Berlin zum Dr. phil., 1908 habilitierte er sich an der Universität Kiel für wirtschaftliche Staatswissenschaften. 1908 erhielt er ein persönliches Ordinariat für wirtschaftliche Staatswissenschaften an der königlichen Akademie zu Posen, 1915 erhielt er einen Ruf an die Universität Greifswald, 1917 wechselte er nach Breslau, 1928 nach Göttingen. Nach einem Studentenboykott wurde er beurlaubt und 1934 im Austausch gegen Gustav Aubin nach Halle versetzt. 1941 wurde er nach Zusammenstößen mit nationalsozialistischen Studenten nach Leipzig versetzt und 1942 emeritiert. Mitscherlich zog nach Freiburg, dann Coburg, später nach Marburg um. 1946 kehrte er zurück nach Halle, eine Wiederberufung scheiterte am Einspruch des neuen Universitätskurators Friedrich Elchlepp, der Mitscherlich eine »kapitalistisch-reaktionäre« Haltung vorwarf. Vertretungsweise hielt er bis 1947 Vorlesungen und Übungen ab, 1949 siedelte er nach Westdeutschland über.

Organisationen: Austritt aus der Deutschen Burschenschaft 1933; NSV, NSRB, RLB, 1933/34 Förderndes Mitglied der SS.

Quellen: UAHW, Rep. 11, PA 11499 (Mitscherlich); UAHW, Rep. 6, Nr. 1407.

Bild: UAHW

Autor: HE

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