Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Karl Müller

geboren: 27. Juli 1863 Mühlstedt bei Rosslau (Anhalt)
gestorben: 20. Mai 1935 Erlangen
Konfession: evangelisch-reformiert
Vater: Mühlenbesitzer

Karl Müller

Müller besuchte Gymnasien in Zerbst und Köthen, die Reifeprüfung legte er 1882 ab. Er studierte Theologie und Philosophie in Tübingen und Halle. 1886 legte er die erste theologische Prüfung ab. Er wurde Kreispfarrvikar in Ballenstedt und Hilfsprediger an der dortigen Stadtkirche. Ein Stipendium der Wormser Lutherdenkmalstiftung nutzte Müller 1887/88 zur Fortsetzung seiner Studien in Halle. 1888 trat er die Stelle des Inspektors am Schlesischen Konvikt an und legte die zweite theologische Prüfung ab. In einer Kampfschrift wandte sich Müller gegen die Einführung des lutherischen Kathechismus in Anhalt und unterbreitete Vorschläge zur Stärkung und Bewahrung der Eigenheiten der überwiegend reformierten Landeskirche Anhalts, die sich gegen ein lutherisches Umfeld behaupten müsse (»Die evangelische Landeskirche des Herzogtums zu Anhalt und der lutherische Kathechismus. Eine Warnung.«, 1889). 1891 promovierte Müller mit der Dissertation »Die göttliche Zuvorsehung und Erwählung in ihrer Bedeutung für den Heilsstand des einzelnen Gläubigen nach dem Evangelium des Paulus« zum Lic. theol. und wurde für das Fach Neues Testament habilitiert. Schon 1892 erhielt er den Ruf auf eine außerordentliche Professur für reformierte Theologie an der Universität Erlangen. 1896 wurde er zum ordentlichen Professor ernannt und 1934 emeritiert. Müller, der lange Jahre Präses der reformierten Synode in Bayern war, veröffentlichte u. a. zur Geschichte und Rolle der Landeskirchen sowie Kriegspredigten.

Quellen: UAHW, Rep. 27, Nr. 851; Kürschner.

Autor: HE

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