Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Alwin Nachtweh

geboren: 2. Mai 1868 Lodnitz bei Troppau (Österreich-Schlesien)
gestorben: 17. Juni 1939 Hannover
Konfession: evangelisch-lutherisch
Vater: Landwirt, Ökonomie-Inspektor

Alwin Nachtweh

Nachweh besuchte die Volksschule in Troppau, die Bürgerschule in Kienberg und das Gymnasium Troppau. Von 1888 bis 1892 studierte er an der Eidgenössischen TH Zürich Maschinenbau (Abschluss als Diplomingenieur). Von 1892 bis 1896 arbeitete er als Konstrukteur bei der Maschinenbaufabrik Escher, Wyss & Cie in Zürich. Ab 1895 war er Dozent für landwirtschaftliche Maschinen am Polytechnikum Zürich, ab 1896 zugleich Assistent für mechanische Technologie und Maschinenkunde. 1898 habilitierte er sich für das Fach landwirtschaftliches Bauwesen. 1900 wurde Nachtweh zum außerordentlichen Professor für landwirtschaftliche Maschinen- und Gerätekunde, Kulturtechnik und landwirtschaftlichen Straßen- und Wegebau an der Universität Halle berufen. 1903 promovierte er an der TH Braunschweig zum Dr. ing. 1905 nahm Nachtweh einen Ruf auf eine etatsmäßige Professur für mechanische Technologie, Maschinenzeichnen und landwirtschaftlichen Maschinenbau an der TH Hannover an. Ab 1908 lehrte er allgemeine mechanische Technologie, ab 1910 Metallographie und ab 1918 Geschichte des Maschinenwesens. Zugleich nahm Nachtweh von 1907 bis 1914 einen Lehrauftrag für Landmaschinentechnik bzw. Mechanische Technologie an der Universität Göttingen wahr. Ab 1915 war er bei einer Fliegerersatzabteilung, bzw. beim Kampfgeschwader Oberste Heeresleitung (Kagohl 3) an der Westfront eingesetzt (ausgezeichnet mit dem Eisernen Kreuz II. Klasse und dem Bayerischen Ludwigskreuz), ab September 1916 war er vortragender Rat im Kriegsministerium (ausgezeichnet mit dem Roten Adler-Orden 4. Klasse). 1935 wurde Nachtweh emeritiert. Neben seiner Lehrtätigkeit engagierte sich Nachtweh für die Etablierung des Prüfungs- und Überwachungswesens: ab 1908 leitete er das Prüfungsamt für landwirtschaftliche Maschinen und Geräte in Hannover.

Organisationen: Vorstandsmitglied der DNVP, Stahlhelm, überführt in die SA-Reserve II; DLV (SA-Fliegersturm), NSV, nach eigener Angabe seit Mai 1933 mehrfach angemeldet bei der NSDAP

Quellen: BA R 4901/13272; Der Lehrkörper der Technischen Hochschule Hannover 1831–1956, S. 164.

Autor: HE

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