Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Fritz Nagel

geboren: 18. Mai 1890 Breslau
gestorben: 26. Juni 1962 Halle
Konfession: evangelisch
Vater: Volksschulrektor

Fritz Nagel

Die Reifeprüfung legte Nagel 1908 am Johannes-Gymnasium in Breslau ab. Er absolvierte eine landwirtschaftliche Lehre auf den Gütern des Grafen Yorck von Wartenberg in Klein Oels und Bischwitz. Danach studierte er an der Landwirtschaftsschule in Breslau, erwarb das Diplom als Landwirtschaftslehrer und trat eine Stelle als Gutsinspektor in Buckow (Kreis Jerichow II) an. 1914 wurde der wegen einer Herzerkrankung nicht fronttaugliche Nagel zur Ausbildung von Landwirtschaftslehrern an das Seminar für Landwirtschaftslehrer in Hildesheim verpflichtet. 1917 übernahm er die Leitung der landwirtschaftlichen Winterschule in Tostedt (Kreis Harburg), 1919 die Direktion der Landwirtschaftsschule in Uslar/Solling. In den öffentlichen Dienst trat Nagel 1925. Zunächst war er Schulaufsichtsbeamter im Rang eines Oberlandwirtschaftsrates in der Landwirtschaftskammer (ab 1935 Bauernschaft) Hannover. Hier baute er schrittweise das Landwirtschaftsschulwesen der Provinz aus. 1937 wurde er als staatlicher Schulaufsichtsbeamter an das Regierungspräsidium in Magdeburg versetzt und mit dem Aufbau des Berufsschulwesens in der Provinz Sachsen betraut. 1945 blieb der unbelastete Nagel als Oberregierungsrat Amt. 1948 schied er auf eigenen Wunsch aus der Verwaltung, um sich der wissenschaftlichen Arbeit zu widmen. In selben Jahr promovierte er an der Universität Halle mit der Dissertation »Ursprung und Entwicklungslinien des landwirtschaftlichen Unterrichtswesens in Deutschland« zum Dr. phil. 1949 erhielt er eine Professur mit Lehrauftrag an der Pädagogischen Fakultät der Universität Halle, 1952 wurde zum Professor mit vollem Lehrauftrag für Landwirtschaftspädagogik befördert und 1955 emeritiert.

Organisationen: 1934 NSV; 1946 FDGB

Quellen: UAHW, Rep. 11, PA 11815 (F. Nagel); Dissertation.

Autor: HE

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