Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Werner von Nitzsch

geboren: 22. September 1901 Würzburg
gestorben: 1947 Bautzen
Konfession: evangelisch
Vater: Ministerialrat

Werner von Nitzsch

Die Notreifeprüfung legte von Nitzsch in Würzburg ab. Danach leistete er freiwilligen vaterländischen Hilfsdienst und setzte die Schulausbildung in einem Landerziehungsheim fort. Er war in der Landwirtschaft tätig und studierte ab 1921 an der Landwirtschaftlichen Hochschule Hohenheim und an der TH München. 1924 legte er das Diplomexamen ab und wurde Hilfsassistent in der Versuchs- und Lehranstalt für Bodenfräskultur der Siemens-Schuckert-Werke Gieshof bei Neubarnim. Später war er Assistent an der Universität Leipzig und promovierte dort 1933 zum Dr. phil. mit einer Arbeit über die Porosität im Boden. Im selben Jahr wurde er mit der Leitung der Forschungsstelle für Bodenbearbeitung des Reichskuratoriums für Technik in der Landwirtschaft (RKTL) in Berlin-Dahlem betraut. Ab 1936 war die RKTL-Forschungsstelle beim Pflanzenbau-Institut Halle angesiedelt, 1939 habilitierte sich von Nitzsch daher an der Universität Halle. 1940 zog die RKTL-Forschungsstelle für Bodenbearbeitung nach Pillnitz in Sachsen um und wurde Teil der Sächsischen Staatlichen Versuchs- und Forschungsanstalt für Pflanzenbau und Bodenkunde. Von Nitzsch blieb Leiter der Institution, wurde jedoch als Kriegsverwaltungsrat zum Einsatz in Osteuropa verpflichtet (ausgezeichnet mit dem Kriegsverdienstkreuz 2. Klasse). So war er ab 1944 Bezirksoberrat beim Generalkommissar in Minsk. 1944 kehrte er an die Versuchs- und Forschungsanstalt Pillnitz zurück. 1945 wurde er als Dozent der Universität Halle entlassen. 1946 von sowjetischer Polizei verschleppt, starb von Nitzsch in einem Lager, vermutlich Bautzen. Ein genaues Todesdatum ist nicht bekannt.

Organisationen: NSDAP von Februar 1923 bis zur Auflösung. Wiedereintritt in die NSDAP am 1. Mai 1933 (Mitglied Nr. 2 990 638), NSV.

Quellen: UAHW, Rep. 11, PA 12018 (von Nitzsch); UAHW, Rep. 6, Nr. 1407.

Autor: HE

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