Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Kurt Noack

geboren: 22. Januar 1888 Stuttgart
gestorben: 10. November 1963 Berlin (West)
Konfession: evangelisch
Vater: Chemiker und Fabrikdirektor

Kurt Noack

Nach der Abiturprüfung am Karlsgymnasium Stuttgart (1906) studierte Noack an den Universitäten Tübingen, München, London, Berlin und Leipzig Medizin, Chemie und Botanik. 1912 promovierte er an der Universität Leipzig bei dem Pflanzenphysiologen Wilhelm Pfeffer mit der Dissertation »Beiträge zur Biologie der thermophilen Organismen«. Er erhielt eine Assistentenstelle in Tübingen, später in Straßburg. Im Ersten Weltkrieg arbeitete er als Bakteriologe und Feldhilfsarzt in Straßburg, 1918 habilitierte er sich an dortigen Universität mit einer Arbeit über den Anthocyanstoffwechsel. 1919 erhielt er eine Assistentenstelle am botanischen Institut der Universität Freiburg. 1921 wurde er Extraordinarius an der Universität Bonn, 1922 erhielt er ein Ordinariat an der Universität Erlangen. 1929 wechselte er an die Universität Halle, 1931 wurde er in Berlin Direktor des pflanzenphysiologischen Instituts der Universität. Noack, der als ein Wegbereiter der Pflanzenbiochemie gilt, erhielt während des Zweiten Weltkrieges erhebliche Unterstützungen durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft und den Reichsforschungsrat. Noack befasste sich dabei mit der Erforschung von pflanzlichen Wirkstoffen und zellphysiologischen Untersuchungen von kälteresistenten Rassen, die von Wilhelm Rudorf am Kaiser-Wilhelm-Institut für Züchtungsforschung in Müncheberg züchtete. 1945 wurde Noack zum Dekan der Naturwissenschaftlichen Fakultät der Humboldt-Universität gewählt. Dieses Amt legte er 1953 nieder, 1956 wurde er emeritiert. 1949 bis 1954 war Noack Sekretär der Klasse für Mathematik und allgemeine Naturwissenschaften der Akademie der Naturforscher Leopoldina, von 1954 bis 1957 Sekretär der Klasse für Chemie, Geologie und Biologie der Deutschen Akademie der Wissenschaften zu Berlin.

Organisationen: -

Quellen: Kürschner; Deichmann, Biologen; Dissertation; BA R 4901/13272

Autor: HE

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