Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Berthold Pfeifer

geboren: 23. Juli 1871 Karlsruhe
gestorben: 5. August 1942 München
Konfession: evangelisch
Vater: Architekt

Berthold Pfeifer

Pfeifer studierte Medizin an den Universitäten Heidelberg, München, Berlin und Freiburg, dort promovierte er 1897 zum Dr. med. Nach einer Tätigkeit als praktischer Arzt und Schiffsarzt war er von 1900 bis 1903 Assistent von Max Nonne in Hamburg-Eppendorf. 1903 arbeitete er in einem Schweizer Sanatorium, ab 1904 an der Nervenklinik in Halle. 1906 für Neurologie und Psychiatrie habilitiert, wurde Pfeifer 1907 Oberarzt an der Nervenklinik und erhielt 1910 den Professorentitel. 1911 reiste er zu Studienzwecken nach England und in die USA. 1912 wurde er Leiter der Landesheilanstalt Nietleben bei Halle. Im Ersten Weltkrieg war Pfeifer Stabsarzt im Lazarett Merseburg und von 1917 bis 1923 Leiter des Sonderlazarettes für Hirnverletzte an der Landesheilanstalt Nietleben. Zum 1. Juli 1935 trat er in den Ruhestand infolge, so Pfeifer, »Auflösung der Landesheilanstalt Nietleben im Reichsinteresse«. Pfeifer zog nach München und starb nach langer schwerer Krankheit.

Organisationen: Alldeutscher Verband.

Quellen: UAHW, Rep. 11, PA 12404 (Pfeifer); DBE Bd. 7, S. 638f.

Bild: UAHW

Autor: HE

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