Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Bauske, Otto Gottfried Richard

geboren:30. September 1924 in Mehringen/Aschersleben
  
  
  

Bauske, Otto Gottfried Richard

Kurzbiographie: * 30. September 1924 in Mehringen/Aschersleben. Student der Mathematik an der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Halle Nr. 867. Tag der Einschreibung 27.5.1947, bei Tag und Art des Abgangs steht: „27.12.50 gestrichen lt. Reg. Kat. Az. 6335a, wegen Nichtrückmed. z. W. S. 50/51. Bi.“. Mitglied der SED vom „1.1.46-1.2.49“ Er wurde am 23. April 1952 in Halle verhaftet und im Juli 1952 vom SMT Berlin-Karlshorst wegen angeblicher Spionage, antisowjetischer Hetze und illegaler Gruppenbildung zu 25 Jahre ZAL verurteilt, nach § 58/6. Er wurde in die UdSSR deportiert. Er befand sich im Lager Taischet. Vom Juli bis Oktober 1953 war er im sowjetischen Entlassungslager Tapiau, dann im Untersuchungsgefängnis Königsberg und wurde wieder in die UdSSR, nach Potma verbracht. Entlassen wurde er am 10. Oktober 1955. Hat als Versicherungs- und Finanzmathematiker des Gerlingkonzerns in Köln gearbeitet. Verstorben an langwierigen Haftfolgestörungen Mitte der Neunziger Jahre. Er wurde am 21. September 2001 rehabilitiert.

Quellen: Sybille Gerstengarbe und Horst Hennig: Opposition, Widerstand und Verfolgung an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg 1945 -1961. Eine Dokumentation. Leipzig 2009, S. 628

Autor: AK

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