Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Bild für rechte Spalte: Reitersiegel-Binärcode

Erdmann, Kurt

geboren:3. Oktober 1928 in Nürnberg
gestorben:13. Dezember 1991 in Berlin
  
  

Erdmann, Kurt

Kurzbiographie: * 3. Oktober 1928 in Nürnberg, verstorben 13. Dezember 1991 in Berlin. Oberschulbesuch in Zeitz, 1944 Luftwaffenhelfer in Breslau, dort in sowjetischer Kriegsgefangenschaft, 1947 entlassen. Abitur in Zeitz. Student an der Universität Halle. Mitglied der LDP. Verhaftet am 17. März 1950 in Zeitz. Verurteilt am 13. Mai 1950 und 19. September 1950 durch ein sowjetisches Militärtribunal in Halle wegen angeblichem Aufbau einer Widerstandsgruppe zu 25 Jahren Zwangsarbeitslager. Er befand sich im MWD-Untersuchungsgefängnis Halle und im sowjetischen Zwangsarbeitslager Tayschet/Sibirien. Vom Juli bis zum Oktober 1953 war er bereits im sowjetischen Entlassungslager Tapiau/Ostpreußen. Er wurde jedoch wieder in das Untersuchungsgefängnis Königsberg eingeliefert. Rückkehr am 16. Oktober 1955. In Berlin als Wirtschaftswissenschaftler am Osteuropa-Institut und im Forschungsbeirat für Wiedervereinigungsfragen tätig. Mit Gruppe Hennig, Eggers, Eckert und Schott im Oktober 1992 durch die Militärhauptstaatsanwaltschaft Moskau rehabilitiert.

Quellen: Sybille Gerstengarbe und Horst Hennig: Opposition, Widerstand und Verfolgung an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg 1945 -1961. Eine Dokumentation. Leipzig 2009, S. 636 f.

Autor: AK

Zum Seitenanfang