Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Fischer, Hans-Joachim

geboren:28. Februar 1932 in Berlin-Karlshorst
gestorben:10. Mai 1958 in Dortmund
  
  

Fischer, Hans-Joachim

Kurzbiographie: * 28. Februar 1932 in Berlin-Karlshorst, + am 10. Mai 1958 in Dortmund. Studienbewerber, seit Oktober 1951 Chemiepraktikant im Institut für Physiologische Chemie der Universität Halle. Er wurde am 16. April 1952 in Halle verhaftet (in diesem Zusammenhang wurden auch Otto Krüper, Karl Weber, Friedhelm Thiedig und Hans-Dieter Dell verhaftet) und am 26. Juni 1952 von der 1. Strafkammer des LG Halle zu 8 ½ Jahren Zuchthaus wegen angeblicher Boykotthetze verurteilt. Er befand sich in der UHA des SSD Halle ‚Roter Ochse’ und in den StVA Torgau, Luckau und ab 18. Dezember 1956 in Zwickau. Entlassen wurde er „nach Dortmund“ am 14. September 1957, Suizid am 9. oder 10. Mai 1958. Am 17. Juni 1994 wurde er vom Landgericht Halle, der 2. Kammer für Rehabilitierungsverfahren rehabilitiert.

Quellen: Sybille Gerstengarbe und Horst Hennig: Opposition, Widerstand und Verfolgung an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg 1945 -1961. Eine Dokumentation. Leipzig 2009, S. 638

Autor: AK

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