Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Hamel, Johannes Gotthilf Heinrich

geboren:19. November 1911 in Schöningen (Kreis Helmstedt)
gestorben:1. August 2002 in Wernigerode
  
  

Hamel, Johannes Gotthilf Heinrich

Kurzbiographie: * 19. November 1911 in Schöningen (Kreis Helmstedt), + 1. August 2002 in Wernigerode. Theologiestudium in Tübingen, Königsberg und Halle (Lehrer Julius Schniewind und Karl Barth), ab 1934 Mitglied der Bekennenden Kirche, 1933 – 1945 Vikar und Hilfsprediger der Bekennenden Kirche, 1938 verheiratet mit der Theologin Renate Schomerus, fünf Kinder. 1941-42 als Arbeiter in den Leunawerken zwangsdienstverpflichtet, 1942 bis April 1945 Wehrmacht, verwundet und bis September 1946 Kriegsgefangener und Lagerpfarrer in Florenz und Pisa. Von Dezember 1946 bis April 1955 evangelischer Studentenpfarrer in Halle, sowohl für die Studenten der MLU als auch für die Studenten der Kunstschule Burg Giebichenstein. Er wurde am 12. Februar 1953 in Halle vom Staatssicherheitsdienst verhaftet, war Untersuchungsgefangener des Ministeriums für Staatssicherheit in Halle und Berlin-Hohenschönhausen, wurde am 10. Juli 1953 entlassen und arbeitete weiter als Studentenpfarrer. Er war von 1955 bis 1976 Dozent für Praktische Theologie an der Kirchlichen Hochschule in Naumburg, 1966 erhielt er die Ehrendoktorwürde der Universität Göttingen, 1985 siedelte er legal in die Bundesrepublik Deutschland, nach Gräfelfing bei München, über.

Quellen: Sybille Gerstengarbe und Horst Hennig: Opposition, Widerstand und Verfolgung an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg 1945 -1961. Eine Dokumentation. Leipzig 2009, S. 642

Autor: AK

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