Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Huwe, Helmut

geboren:11. Mai 1927 in Allenstein, Ostpreußen
gestorben:10. September 1952 in Moskau
  
  

Huwe, Helmut

Kurzbiographie: * 11. Mai 1927 in Allenstein, Ostpreußen, + 10. September 1952 in Moskau, 1944 wurde er zur Wehrmacht eingezogen, im April 1945 kam er in amerikanische Gefangenschaft, 1946 kehrte er nach Berlin heim, besuchte das 2jährige Lehrerseminars in Potsdam-Babelsberg, war ab 1948 als Lehrer in Eberswalde eingesetzt. 1950 absolvierte er eine Sportlehrerausbildung an der Humboldt-Universität in Berlin. Ab dem 1. September 1950 war er Sport- und Deutschlehrer an einer Grundschule in Eberswalde, er kam als Sportlehrer und Assistent an die Martin-Luther-Universität und wurde am 13. März 1952 verhaftet und am 9. Juli 1952 vom Sowjetischen Militärtribunal Nr. 48240 wegen angeblicher Spionage für einen ausländischen Geheimdienst und Verdingung zu einer antisowjetischen Spionageorganisation zum Tode durch Erschießen verurteilt. Hingerichtet wurde er am 10. September 1952 in Moskau. Er hinterließ eine Frau und eine noch nicht zwei Jahre alte Tochter. Seiner Frau Lida Huwe wurde 1970 mitgeteilt, dass ihr Mann in der Sowjetunion gestorben sei. Nach der Wende 1990 erfuhr sie auf Anfrage, dass er hingerichtet worden war. Am 31. Dezember 1994 wurde Helmut Huwe durch die Militärhauptstaatsanwaltschaft Moskau rehabilitiert.

Quellen: Sybille Gerstengarbe und Horst Hennig: Opposition, Widerstand und Verfolgung an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg 1945 -1961. Eine Dokumentation. Leipzig 2009, S. 647

Autor: AK

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