Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Isermeyer, Hans-Georg

geboren:15. Januar 1928 in Nordhausen/Harz
  
  
  

Isermeyer, Hans-Georg

Kurzbiographie: * 15. Januar 1928 in Nordhausen/Harz. Besuch des Staatlichen Gymnasiums in Nordhausen, Notabitur 1945. Höhere Fachschule für Landwirtschaft in Eisenach mit einem Abschluss als Staatliche geprüfter Landwirt 1948. 1950 bis 1953 Student der Landwirtschaftswissenschaften an der Universität Halle Nr. 5042, Tag der Einschreibung 2. Oktober 1950, Tag und Art des Abgangs: „30.9.53, 3997 Entzug der Studienerlaubnis“. Teilnahme am 17. Juni 1953. Er wurde am 18. Juni 1953 in Halle verhaftet und am 31. August 1953 zu 2 ½ Jahren Gefängnis wegen aktiver Beteiligung am 17. Juni durch den 1. Strafsenat BG Halle (gemeinsam mit Priew und Schuster) verurteilt. Er befand sich in den StVA Halle und Luckau. Entlassen wurde er am 16. Dezember 1955 „nach Nordhausen“. Danach floh er aus der DDR. Er beendete sein Studium an der Landwirtschaftlichen Fakultät in Stuttgart-Hohenheim 1956 mit dem Abschluss als Diplomlandwirt. Er war wissenschaftlicher Mitarbeiter im KTL (Kuratorium für Technik in der Landwirtschaft) 1956 bis 1965. Er war betriebswirtschaftlicher Spezialberater des Regierungspräsidiums Nordwürttemberg in Ludwigsburg von 1965 bis 1966, Referent für Landtechnik und Technik im Weinbau im Landwirtschaftsministerium Rheinland/Pfalz in Mainz von November 1966 bis 1990, Ministerialrat. Seit 1990 ist er pensioniert. Hans-Georg Isermeyer wurde mit Beschluß vom 23. Juni 1992 rehabilitiert.

Quellen: Sybille Gerstengarbe und Horst Hennig: Opposition, Widerstand und Verfolgung an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg 1945 -1961. Eine Dokumentation. Leipzig 2009, S. 648

Autor: AK

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