Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Jekel, Gustav-Adolf, Dr. phil.

geboren:22. Februar 1902 in Ludwigshafen/Rhein
  
  
  

Jekel, Gustav-Adolf, Dr. phil.

Kurzbiographie: * 22. Februar 1902 in Ludwigshafen/Rhein. Dozent für Journalistik an der Universität Halle. Er studierte in Genf, Heidelberg, hatte Auslandsaufenthalte in Italien und Frankreich und schloß sein Studium mit dem Hauptfach Romanische Philologie und den Nebenfächern deutsche Philologie und Philosophie mit der Promotion am 21. Februar 1929 ab. Er war verheiratet und hatte vier Kinder. Er war Lektor an der Universität Dijon von 1929 – 1931, ging 1933 nach Heidelberg, war dort am Dolmetscherinstitut, das der Universität angegliedert wurde, wurde 1936 habilitiert. Er war dann Lehrer für Französisch an der Heeresnachrichtenschule 1940, in Wiesbaden, Paris und Salzburg. Seit April 1945 war er an der MLU in Halle. Er wurde am 29. Januar 1949 in Halle verhaftet und im August 1949 von einem SMT in Halle unter dem Aktenzeichen 127548 wegen Spionage und antisowj. Agitation zu 25 Jahren Zwangsarbeitslager, (herabgesetzt auf 13 Jahre) verurteilt. Er befand sich im SSD-Untersuchungsgefängnis Halle und in den StVA Bautzen und Torgau. In Torgau inhaftiert 13. August 1951 - 31. Mai 1956. Entlassen wurde er am 1. Juni 1956 (Gnadenentscheid des Präsidenten der DDR vom 22. Mai 1956) „nach Wiesbaden“.

Quellen: Sybille Gerstengarbe und Horst Hennig: Opposition, Widerstand und Verfolgung an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg 1945 -1961. Eine Dokumentation. Leipzig 2009, S. 649

Autor: AK

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