Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Kirchhoff, Joachim

geboren:24. Januar 1929 in Kuckenburg, Krs. Querfurt
  
  
  

Kirchhoff, Joachim

Kurzbiographie: * 24. Januar 1929 in Kuckenburg, Krs. Querfurt, Abitur 1947 in Querfurt, 1947 wurde er Mitglied der SED, 1948-1952 Studium an der MLU, dann Lektor für Grundstudium an der Universität Halle. Er unterrichtete die Studenten der Slawistik, der Medizin, der Naturwissenschaftler und der Pharmazie in dem obligatorischen Fach „deutsche Sprache und Literatur“. 1953 Dozent an der ABF für Deutsch. Er wurde am 4. Oktober 1955 verhaftet (er war verheiratet, seine Frau war schwanger) und am 8. Dezember 1955 vom 1. Strafsenat des BG Halle wegen angeblicher Spionage für die ‘Kampfgruppe gegen Unmenschlichkeit’ (KgU) zu 8 Jahren Zuchthaus verurteilt. Er befand sich in den StVA Roten Ochsen, Luckau, Cottbus, Waldheim und Brandenburg. Am 16. Dezember 1960 wurde er entlassen und arbeitete als Lektor in verschiedenen Verlagen, u.a. beim Max Niemeyer Verlag. Die Rehabilitation erfolgte mit Beschluß vom 23. Juli 1992.

Quellen: Sybille Gerstengarbe und Horst Hennig: Opposition, Widerstand und Verfolgung an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg 1945 -1961. Eine Dokumentation. Leipzig 2009, S. 649

Autor: AK

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