Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Platz, Hans-Joachim

geboren:25. März 1927 in Torgau
gestorben:19. November 1990
  
  

Platz, Hans-Joachim

Kurzbiographie: * 25. März 1927 in Torgau, + 19. November 1990. Student der Medizin an der Universität Halle. Er wurde am 4. September 1948 in Halle vor seiner Wohnung Fischerplatz 1 verhaftet. Seit 1945 war er Mitglied der LDP. Verurteilt wurde er am 4. September 1949 von einem SMT in Halle zu 25 Jahren Zwangsarbeitslager wegen „Anti-Sow.-Propaganda“. Es gibt keine Spuren von ihm im UAH. Er befand sich in den StVA Halle und Bautzen. Entlassen wurde er im Rahmen einer Gnadenaktion am 16. Januar 1954 (nach Berlin-Schöneberg) und floh nach Berlin-West. Am 8. Februar 1954 legte Hans-Joachim Platz dem Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen einen Haftbericht vor. Hauptberuflich berichtete Platz für das ZDF als Korrespondent aus Israel und wohnte in Herzlia. Seine letzte Tätigkeit beim ZDF war die Mitarbeit in der heute-Redaktion. Er verstarb vorzeitig am 19. November 1990 an den durch Vernehmungen und Misshandlungen (Wasserkarzer) erworbenen Erkrankungen. Am 15. Januar 2003 erfolgte die Rehabilitation durch die Militärhauptstaatsanwaltschaft Moskau unter dem Zeichen 7 Y-K 514049.

Quellen: Sybille Gerstengarbe und Horst Hennig: Opposition, Widerstand und Verfolgung an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg 1945 -1961. Eine Dokumentation. Leipzig 2009, S. 660

Autor: AK

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