Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Reichardt, Robert Günther Berthold Johannes Ernst, Dr. jur.

geboren:24. Juni 1920 in Erfurt
  
  
  

Reichardt, Robert Günther Berthold Johannes Ernst, Dr. jur.

Kurzbiographie: * 24. Juni 1920 in Erfurt, Assistent an der Juristischen Fakultät der MLU, seit 1924 lebte er in Halle, „Reform-Realgymnasium in Halle, RAD, studierte halbes Jahr an Universität Halle Jura, dann Wehrmacht, zwischendurch zwei Semester an MLU, am 7. Mai 1945 wurde Reichardt vom Amerikaner interniert und nach kurzer Zeit dem Engländer übergeben, bis zum 27. Juli 1945 in Kriegsgefangenschaft. Nach Wiedereröffnung der Universität Halle setzte er sein Studium fort. Im Dezember 1947 machte er sein Staatsexamen und wurde im März 1948 zum Gerichtsreferendar bei Justizministerium Sachsen-Anhalt ernannt. Daneben versah er die Stelle eines wissenschaftlichen Assessors bei der Rechtswissenschaftlichen Fakultät. Im Mai 1949 Promotion, zusätzlich als Richter im Justizdienst. Lehrauftrag an der MLU1, ab 1949 war er Assistent an der Juristischen Fakultät der Universität Halle. Er war verheiratet und Mitglied der CDU. Er wurde am 25. Oktober 1950 vom MfS verhaftet und im „Studentenprozeß“ am 30. August 1951 wegen Mangels an Beweisen freigesprochen. Er verließ Halle im Dezember 1951 und ging mit seiner Familie in die Bundesrepublik.

Quellen: Sybille Gerstengarbe und Horst Hennig: Opposition, Widerstand und Verfolgung an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg 1945 -1961. Eine Dokumentation. Leipzig 2009, S. 662

Autor: AK

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