Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Schmidtke, Harry

geboren:20. April 1925 in Erzhausen
  
  
  

Schmidtke, Harry

Kurzbiographie: * 20. April 1925 in Erzhausen, ab 1943 Kriegsdienst, dann amerikanische Kriegsgefangenschaft, Neulehrerlehrgang in Peißen mit Abschluß im Juli 1946, anschließend war er bis Anfang September 1948 Lehrer. Er wurde zunächst Mitglied der CDU, dann im Dezember 1946 Mitglied der SED. Er absolvierte einen zweimonatigen Lehrgang zur Erlernung der russischen Sprache. Ab September 1948 Studium an der MLU Fachrichtung Slawistik und Anglistik, Ende 1951 Lehrbeauftragter in Russisch an der MLU (parallel zum Studium), seit Dezember 1952 Lektor für russische Sprache an der MLU. Bis 1953 war er 2. Sekretär der Grundorganisation seiner Fakultät, ab 1955 bis zur Inhaftierung war er Parteigruppenorganisator. Er wurde am 18. Juni 1957 vom Staatssicherheitsdienst verhaftet, gemeinsam mit Charlotte Kossuth, Dr. Harro Lucht und Hartmut Harreß. Verurteilt wegen Bildung einer „illegalen staatsfeindlichen Gruppe“ zu drei Jahren und sechs Monaten Zuchthaus. Er ging in den 80er Jahren in die Bundesrepublik Deutschland. Sein Urteil wurde kassiert.

Quellen: Sybille Gerstengarbe und Horst Hennig: Opposition, Widerstand und Verfolgung an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg 1945 -1961. Eine Dokumentation. Leipzig 2009, S. 665

Autor: AK

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