Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Schuster, Harry

geboren:14. April 1928 in Bernburg
gestorben:11.4.1977
  
  

Schuster, Harry

Kurzbiographie: * 14. April 1928 in Bernburg, + 11.4.1977. Student der Landwirtschaft an der MLU. Besuch der Oberschule in Weimar, Abitur, Höhere Fachschule für Landwirtschaft in Eisenach, seit 1949 Mitglied des DBD, Abschluss als Staatliche geprüfter Landwirt 1951, Student der Landwirtschaft an der MLU von 1951 bis Juni 1953, immatrikuliert am 1. September 1951, exmatrikuliert 30. September 1953. Harry Schuster wurde im Zusammenhang mit den Ereignissen des 17. Juni 1953 am 18. Juni 1953 durch den Staatssicherheitsdienst verhaftet und am 31. August 1953 zu einem Jahr Gefängnis (und 5 Jahren Sühnemaßnahmen) wegen Landfriedensbruch durch den 1. Strafsenat BG Halle (gemeinsam mit Priew und Isermeyer) verurteilt. Er war in der Haftanstalt Untermaßfeld. Nach der Entlassung aus der Haft (am 17. Juni 1954) floh er in die Bundesrepublik und setzte sein Studium 1958 an der Landwirtschaftlichen Fakultät in Stuttgart Hohenheim fort und beendete das Studium 1959 mit dem Abschluss als Diplomlandwirt. Er war von 1959 bis 1961 wissenschaftlicher Mitarbeiter im KTL (Kuratorium für Technik in der Landwirtschaft) in Stuttgart und Abteilungsleiter in der GFK (Gesellschaft für Innere Kolonisation) in Stuttgart. Harry Schuster war Geschäftsführer der Kreisbaugenossenschaft in Hechingen. Er starb nach kurzer Krankheit im April 1977. Er wurde mit Beschluß vom 9. Juni 1995 rehabilitiert.

Quellen: Sybille Gerstengarbe und Horst Hennig: Opposition, Widerstand und Verfolgung an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg 1945 -1961. Eine Dokumentation. Leipzig 2009, S. 668

Autor: AK

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