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Soa, Ernst-Adolf

geboren:16. Februar 1930 in Halle
  
  
  

Soa, Ernst-Adolf

Kurzbiographie: * 16. Februar 1930 in Halle. Student der Naturwissenschaften (Physik und Mathematik) an der Universität Halle. Er wurde am 17. Juni 1953 in Halle verhaftet und im September 1953 vom Bezirksgericht Halle zu 3 Jahren Zuchthaus wegen angeblicher Aufwiegelung gegen die Regierung der DDR und Landesverrats verurteilt. Er befand sich in der StVA Naumburg. Entlassen wurde er auf Grund zahlreicher Gnadengesuche seiner schwerkranken Mutter beim Staatsanwalt des Bezirkes Halle und beim Generalstaatsanwalt in Berlin am 15. Dezember 1955. Nach der Haftentlassung ging er nach Jena, erhielt als Externer an der MLU sein Diplom und arbeitete als wissenschaftlicher Mitarbeiter bei Carl Zeiss Jena unter Paul Görlich.

Im Jahr 1978 war Ernst-Adolf Soa für eine Berufung zum ordentlichen Professor für Angewandte Physik an der damaligen Technischen Hochschule Ilmenau vorgesehen. Diese Berufung wurde von der damaligen Hochschulparteileitung verhindert. Trotz Verjährung warf man ihm seine 3-jährige Haft vor, zu der er im Zusammenhang mit dem Volksaufstand vom 17. Juni 1953 verurteilt wurde.
Sein Fall wurde Gegenstand des ersten Rehabilitierungsverfahrens an der TU Ilmenau; Am 1. Dezember 1992 wurde er zum Honorarprofessor für Angewandte Physik an der Fakultät für Mathematik und Naturwissenschaften berufen.

Quellen: Sybille Gerstengarbe und Horst Hennig: Opposition, Widerstand und Verfolgung an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg 1945 -1961. Eine Dokumentation. Leipzig 2009, S. 670
https://zs.thulb.uni-jena.de/receive/jportal_jparticle_00096727

Autor: AK

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