Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Walther, Joachim

geboren:15. März 1920 in Metz
  
  
  

Walther, Joachim

Kurzbiographie: * 15. März 1920 in Metz. Doktorand an der Landwirtschafltichen Fakultät der MLU. In St. Goarshausen und in Wutha Oberschule bis 1938, dann landwirtschaftliche Lehre, 1942 zur Wehrmacht eingezogen, bis 1946 Leiter einer Landwirtschaft in Benkendorf/Mecklenburg. Anschließend Studium an der Universität in Halle. Diplom-Landwirt, Doktorand an der Universität Halle. Seit 1947 Mitglied der SED. Verhaftet am 21. Oktober 1950 im Zug zwischen Berlin und Halle (in Großbeeren). Er war verheiratet und hatte zum Zeitpunkt seiner Verhaftung ein vier Wochen altes Kind. Verurteilt wurde er am 30. August 1951 im „Studentenprozeß“ durch die Erste Große Strafkammer des Landgerichts Halle zu 12 Jahren Zuchthaus und Sühnemassnahmen nach Direktive 38 wegen angeblicher Boykotthetze. Er wurde zunächst in das SSD-Untersuchungsgefängnis Halle eingeliefert und befand sich ab 3. Oktober 1951 in der Strafvollzugsanstalt Magdeburg-Sudenburg. Am 15. Oktober 1956 wird seine Strafe bedingt ausgesetzt und er wird aus der Haft entlassen. 1956 floh er in die Bundesrepublik. Er wurde mit Beschluß vom 2. Juni 1994 rehabilitiert.

Quellen: Sybille Gerstengarbe und Horst Hennig: Opposition, Widerstand und Verfolgung an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg 1945 -1961. Eine Dokumentation. Leipzig 2009, S. 675

Autor: AK

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