Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Wenzel, Paul Oskar Horst

geboren:6. Januar 1926 in Eisenberg/Thüringen
  
  
  

Wenzel, Paul Oskar Horst

Kurzbiographie: * 6. Januar 1926 in Eisenberg/Thüringen. Student der Medizin an der Universität Halle Nr. 7569, Tag der Einschreibung 16. Juli 1945 1.2.1946. Handschr.: „Aus den Listen gestrichen wegen Nicht-Zurückmeldung lt. Reg. Verfügung vom 8.12.1948, Az. 6312, 19. April 1949 Htm.“. Er war ledig und seit 1945 Mitglied der LDP. Er wurde am 15. Mai 1948 in Halle verhaftet und am 23. Oktober 1948 vom SMT Halle unter dem Aktenzeichen 5532 wegen angeblicher Spionage zu 25 Jahren ZAL verurteilt. Die Haftdauer wurde auf 12 Jahre gesenkt. Er befand sich in der UHA Halle und in der StVA Bautzen. Er war längere Zeit in der Tbc-Station als Arzthelfer tätig und betreute dort die Schwerstkranken. Entlassen wurde er am 27. Juni 1956 „gemäß Gnadenerweis des Präsidenten vom 25.6.1956“ „nach Jena“. Nur wenige Tage später flüchtet er nach Berlin-West. Dort bzw. in der Bundesrepublik setzte er sein Studium fort, wurde promoviert und war anschließend als Arzt tätig. Wenzel wurde rehabilitiert.

Quellen: Sybille Gerstengarbe und Horst Hennig: Opposition, Widerstand und Verfolgung an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg 1945 -1961. Eine Dokumentation. Leipzig 2009, S. 677

Autor: AK

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