Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Werner, Hans-Rudolf

geboren:2. September 1925 in Halle
  
  
  

Werner, Hans-Rudolf

Kurzbiographie: * 2. September 1925 in Halle. Student der Chemie an der Universität Halle, Nr. 1343. Tag und Art des Abgangs: „19.7.49 Az. 6312 Gestrichen wegen Nicht-Rückmeldung lt. Reg.-Erlaß“. Er wurde am 1. September 1947 immatrikuliert. Am 26. Juli 1948 wurde er in seiner Wohnung von sowjetischen Offizieren verhaftet. Rektor Eißfeldt und Rektor Winter (seine Verhaftung fiel in die Zeit des Rektorwechsels) fragten bis Februar 1949 immer wieder bei den entsprechenden Stellen nach. Die einzige Nachricht, die sie erhielten war, dass er nicht in einer Polizeihaftanstalt war. Er wurde von Halle nach Weimar gebracht, von dort nach Potsdam, wo er von einem SMT zu 25 Jahren verurteilt wurde, und kam schließlich in die Sowjetunion in das Lagergebiet Inta (wie Workuta in der KOMI ASSR gelegen), wo er im Kohlenschacht arbeitete. Später wurde er nach Potma gebracht. Am 5. Oktober 1955 wurde er zunächst nach Halle entlassen. Mit Hilfe seines Vaters floh er nach Westberlin, ging dann nach Hannover, absolvierte ein Ingenieurstudium in Isny und ging später nach Esslingen, wo er heute lebt. Er wurde am 18. Oktober 1991 von Moskau rehabilitiert.

Quellen: Sybille Gerstengarbe und Horst Hennig: Opposition, Widerstand und Verfolgung an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg 1945 -1961. Eine Dokumentation. Leipzig 2009, S. 677

Autor: AK

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