Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Zinke, Kurt Paul

geboren:15. März 1926 in Sandersleben
  
  
  

Zinke, Kurt Paul

Kurzbiographie: * 15. März 1926 in Sandersleben. Student der Medizin und Psychologie an der MLU. Mit der Schulklasse wurde er als Flakhelfer bei der Marine eingesetzt, danach Dienst als Soldat. 1946 aus englischer Kriegsgefangenschaft entlassen, nach Grenzübertritt in die SBZ erstmalig verhaftet wegen „Spionageverdachts“. Nach mehrwöchiger Untersuchungshaft wurde er entlassen. 1947 Abitur an den Franckeschen Stiftungen in Halle. Student der Medizin und der Psychologie an der Universität Halle. Verhaftet wurde er wegen Fluchthilfe und Besitz antisowjetischer Literatur am 20. März 1952 in Halle vom Staatssicherheitsdienst, und er wurde von einem SMT in Chemnitz wegen angeblicher Spionage zu 25 Jahren ZAL verurteilt. Er befand sich in der StVA Halle und wurde dann in die UdSSR – Lager Workuta – deportiert. Nach der Entlassung am 12. Januar 1956 nahm er das Medizinstudium an der Universität Göttingen wieder auf und wurde promoviert. Bis zu seiner Pensionierung war er als Facharzt für Neurologie, Psychiatrie und klinische Psychologie als Landes-Medizinaldirektor tätig. 1995 wurde er durch die Militärhauptstaatsanwaltschaft in Moskau rehabilitiert.

Quellen: Sybille Gerstengarbe und Horst Hennig: Opposition, Widerstand und Verfolgung an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg 1945 -1961. Eine Dokumentation. Leipzig 2009, S. 679

Autor: AK

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