Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Zohm, Helmut

geboren:10. Juli 1924 in Halle
  
  
  

Zohm, Helmut

Kurzbiographie: * 10. Juli 1924 in Halle. Student der Chemie an der MLU. Oberschule in Berlin, Wehrmacht, Luftwaffe, amerikanische Kriegsgefangenschaft, Flucht daraus, nach Halle, wieder verhaftet und in amerikan. Kriegsgef., erneute Flucht, im Mai 1946 kam er nach Halle, um zu studieren, konnte nicht gleich anfangen, arbeitet ohne Bezahlung bei der studentischen Handbücherei der Universität, März 1947 Abitur, Student der Chemie an der Universität Halle Nr. 1745, 18. Oktober 1947 immatrikuliert; 2. April 1949 exmatrikuliert. Bis einschließlich Wintersemester 1948/49 an Universität Halle, dann ging er nach Berlin. Er wollte zum Studium nach Erlangen gehen. Er wurde am 30. Oktober 1950 in Gr. Behren bei Berlin verhaftet. Er wurde angeklagt, „durch Erfindung und Verbreitung tendenziöser Gerüchte den Frieden gefährdet zu haben“. Am 22. Februar 1951 wurde er von der 8. Großen Strafkammer Halle wegen Dir. 38 Anti-Sowj. Hetze zu 3 Jahren Zuchthaus verurteilt. Er befand sich seit dem 14. März 1951 in der StVA Torgau. Ihm wurden durch Gnadenerlaß am 14. September 1952 ein Jahr und ein Monat der Strafe erlassen. Entlassen wurde er am 6. Oktober 1952.

Quellen: Sybille Gerstengarbe und Horst Hennig: Opposition, Widerstand und Verfolgung an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg 1945 -1961. Eine Dokumentation. Leipzig 2009, S. 680

Autor: AK

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