Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Wilhelm Printz

geboren: 9. August 1887 Karlsruhe
gestorben: 23. Februar 1941 Halle
Konfession: konfessionslos, früher evangelisch uniert
Vater: Kaufmann

Wilhelm Printz

Die Reifeprüfung legte Printz 1905 am Gymnasium Mannheim ab. Von 1905 bis 1911 studierte er Sanskrit, vergleichende Sprachwissenschaften und Germanistik an den Universitäten in Leipzig, Göttingen und Berlin. 1910 promovierte er zum Dr. phil. Von 1911 bis 1920 war er Bibliothekar an der Bibliothek Warburg in Hamburg bzw. an der Universitätsbibliothek Hamburg. 1914 wurde er zum Landsturm eingezogen. 1915 leistete er Garnisionsdienst, von Januar 1917 bis Dezember 1918 war er zunächst Unteroffizier bei einem Artillerie-Messtrupp, später Dolmetscher (ausgezeichnet mit der Badischen Silbernen Kriegsmedaille und dem Eisernen Kreuz II. Klasse). 1919 wurde er Privatdozent in Frankfurt, ab 1920 nahm er dort einen Lehrauftrag wahr. 1924 stellte ihn die Deutsche Morgenländische Gesellschaft als Bibliothekar ein, die Universität Halle übertrug ihm einen Lehrauftrag. 1925 wurde er an der Universitätsbibliothek angestellt. 1928 erhielt Printz den Titel eines Bibliotheksrates, 1929 den eines nichtbeamteten außerordentlichen Professors. Im selben Jahr erkrankte er schwer. Da er sich nur noch im Rollstuhl bewegen konnte, hielt er die Vorlesungen in seiner Wohnung ab. 1937 leitete er vertretungsweise das Orientalische Seminar.

Organisationen: 1920 bis 1924 DDP.

Quellen: UAHW, Rep. 11, PA 12653 (Printz); UAHW, Rep. 6, Nr. 1407; DBE Bd. 8, S. 72.

Autor: HE

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