Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Hans Ranke

geboren: 31. Mai 1849 Kaiserswerth (Rheinland)
gestorben: Januar 1887 Groningen (Niederlande)
Konfession: evangelisch-reformiert
Vater: Schulinspektor

Hans Ranke

Den ersten Schulunterricht erhielt Ranke im elterlichen Haus, danach besuchte er die Ritterakademie in Liegnitz (Reifeprüfung 1868). Zunächst studierte er an der Universität Bonn Philosophie und Geschichte, ab Ostern 1869 in Halle Medizin. Während des Feldzuges gegen Frankreich war er in Feld- und Etappenlazaretten eingesetzt. 1873 promovierte Ranke an der Universität Halle mit der Dissertation »Über Luxationen an den Lendenwirbeln« zum Dr. med. Danach erhielt er eine Assistentenstelle an der chirurgischen Universitätsklinik bei Richard von Volkmann. 1877 habilitierte sich Ranke mit der Schrift »De pressione intraarticulari genus experimentorum et in cadavere et in vivo homine institutorum (pars prior)«. 1878 wurde er als ordentlicher Professor für Chirurgie an die Universität Groningen berufen. Hier führte er die Operationsmethoden Volkmanns ein, speziell das Verfahren der Antisepsis. Wenige Jahre nach seiner Berufung erkrankte Ranke jedoch schwer, so dass er sein Lehramt nicht mehr wahrnehmen konnte.

Quellen: Pagel, Ärztelexikon, Sp. 1345 f.; Dissertation; Habilitationsschrift.

Autor: HE

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