Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Eduard Rauterberg

geboren: 26. Februar 1898 Klein Wanzleben
gestorben: 16. November 1977 Berlin (West)
Konfession: evangelisch
Vater: Chemiker

Eduard Rauterberg

Rauterberg studierte, 1917/18 unterbrochen durch Kriegsdienst in der Landwehr, Naturwissenschaften in Kiel, promovierte hier 1923 mit einer chemischen Arbeit und wurde Assistent am Chemischen Institut, später am Institut für Pflanzenbau der Universität Kiel. 1931 für Agrikulturchemie habilitiert, vertrat er 1935/36 den Lehrstuhl für Pflanzenernährung und Bodenbiologie an der Universität Halle und habilitierte sich nach Halle um. Von 1936 bis 1946 leitete er das Labor an der landwirtschaftlichen Versuchsstation des Deutschen Kalisyndikats in Berlin. Da die Umhabilitierung an die Landwirtschaftliche Fakultät der Universität Berlin vom Wissenschaftsministerium abgelehnt wurde, verlor Rauterberg 1939 die Lehrbefugnis. Ab 1939 stand er im Kriegseinsatz. Ab 1946 war er an der TU Berlin tätig, von 1952 bis zur Emeritierung 1966 als ordentlicher Professor und Direktor des Instituts für Pflanzenernährung, Bodenchemie und Bodenbiologie. Im Mittelpunkt seiner Forschungen standen Fragen der Phosphatdüngung und die Weiterentwicklung agrikulturchemischer Analysemethoden (»Methoden zur Bestimmung des Düngebedürfnisses der Böden«, in: Handbuch der Pflanzenernährung und Düngung, 1966). Von 1953 bis 1973 war Rauterberg Mitherausgeber der »Zeitschrift für Pflanzenernährung, Düngung, Bodenkunde«.

Organisationen: 1933 NSDAP

Quellen: UAHW, Rep. 11, PA 12846 (Rauterberg); DBE Band 8, S. 166; Böhm, Pflanzenbau, S. 251 f.

Autor: HE

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