Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Bild für rechte Spalte: Reitersiegel-Binärcode

Paul Rehme

geboren: 10. Januar 1867 Görlitz
gestorben: 10. Juli 1941 Leipzig
Konfession: evangelisch
Vater: Steurrat

Paul Rehme

Infolge der häufigen Versetzungen des Vaters besuchte Rehme Schulen in Osnabrück, Breslau, Osterrode (Ostpreußen), Tilsit und Ratibor. Dort legte er 1886 die Reifeprüfung ab. Er bezog die Universität Halle, um Rechtswissenschaften zu studieren, außerdem hörte er Vorlesungen über Philosophie, Geschichte und Kunstgeschichte. Nach vier Semestern wechselte Rehme an die Universität Berlin, wo er sich auf das Jurastudium konzentrierte. 1889 legte er die erste juristische Prüfung am Kammergericht Berlin ab und wurde dem Amtsgericht Havelberg als Referendar zugeteilt. 1891 promovierte er an der Universität Berlin mit der Dissertation »Die Haftung des Reeders im Mittelalter«. 1894 habilitierte er sich an der Universität Kiel für die Fächer deutsche Rechtsgeschichte, deutsches Privatrecht, Handelsrecht und Allgemeine Rechtslehre. 1898 wurde er außerordentlicher Prof. an der Universität Berlin, 1901 erhielt er den Ruf auf ein Ordinariat für deutsches bürgerliches Recht, Handelsrecht, deutsche Rechtsgeschichte und deutsches Privatrecht an der Universität Halle. 1918 nahm er einen Ruf nach Breslau an. Von 1922 bis 1935 lehrte er an der Universität Leipzig. Rehme veröffentlichte zur »Geschichte des Handelsrechts« (1914) und unternahm eine Gesamtschau der »Deutschen Rechtsgeschichte mit Einschluss des deutschen Privatrechts« (1931). Anhand zahlreicher Stadtbücher (u. a. Lübeck, Breslau, Bremen, München, Berlin) rekonstruierte Rehme das Liegenschaftsrecht im Spätmittelalter und der frühen Neuzeit.

Quellen: Dissertation; DBE Band 8, S. 192; Volbehr/Weyl, Kiel, S. 81; Jelowik, Tradition und Fortschritt, S. 123 ff.

Autor: HE

Zum Seitenanfang