Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Ernst Rexer

geboren: 2. April 1902 Stuttgart
gestorben: 14. Mai 1983 Dresden
Konfession: evangelisch
Vater: Gewerbeschulrat

Ernst Rexer

Das Abitur legte Rexer 1921 in Stuttgart ab. Von 1921 bis 1923 war er in der Holzwirtschaft als Arbeiter und Büroangestellter tätig. 1923 begann er ein Studium der Chemie und Physik an der Universität Freiburg. 1926 legte er das Chemikerverbandsexamen ab. Von 1926 bis 1929 arbeitete Rexer in den glastechnischen Laboratorien der Osram-Werke in Weißwasser und Berlin, 1929 promovierte er an der Universität Berlin zum Dr. phil. Im selben Jahr wurde er außerplanmäßiger Assistent am Institut für Theoretische Physik der Universität Halle, 1936 habilitierte er sich mit einer Arbeit zur Kristallphysik. 1937 wurde Rexer zum Dozenten ernannt. Ab 1938 führte er Arbeiten für die Rüstungsindustrie, vor allem Untersuchungen an Kunststoffen durch. 1939 eingezogen, wurde Rexer 1942 gemeinsam mit Heinz Pose zur Physikalisch-Technischen Reichsanstalt abgeordnet und aus der Wehrmacht entlassen. Zum Professor ernannt, war er 1944 am Physikalischen Institut der Universität Leipzig tätig. 1946 in Thüringen tätig, wurde er – vermutlich – im Oktober 1946 bei der »Aktion Ossoawiachim« in die Sowjetunion deportiert. In die DDR zurückgekehrt, wurde er 1956 zum Professor mit vollem Lehrauftrag und Direktor des Institutes für die Anwendung radioaktiver Isotope an der Universität Dresden ernannt.

Organisationen: Eintritt in die NSDAP am 29. Juli 1932, im November 1933 Eintritt in die SA, ab Juni 1935 Stellvertreter des Dozentenschaftsleiters der Universität Halle, später des Gaudozentenbundsführers. Leiter der Dozentenschaft in der Naturwissenschaftlichen Fakultät.

Quellen: UAHW, Rep. 11, PA 13005 (Rexer); UAHW, Rep. 4, Nr. 167.

Autor: HE

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