Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Bild für rechte Spalte: Reitersiegel-Binärcode

Otto Risel

geboren: 17. November 1841 Zappendorf (Mansfelder Seenkreis)
gestorben: 1896 Halle
Konfession: evangelisch
Vater: Pastor

Otto Risel

Risel besuchte die Vorschule und wurde im elterlichen Haus auf den Besuch des Gymnasiums vorbreitet. Ab 1853 besuchte er die Latina der Franckeschen Stiftungen (Reifezeugnis 1860). Er studierte Medizin an den Universitäten Halle, Würzburg und wieder Halle. 1864 promovierte er an der Universität Halle zum Dr. med. und legte die Staatsprüfung ab. 1865 erhielt eine Stelle als Assistent an der medizinischen Universitätsklinik. 1866 nahm er als freiwilliger Arzt am Feldzug in Böhmen teil, danach diente er im Lazarett Wittenberg. 1867 an die Universität zurückgekehrt, ließ er sich 1868 in Halle als praktischer Arzt nieder. 1869 wurde er Privatassistent Richard von Volkmanns. 1870 wechselte er an die Universität Berlin, um sich im pathologischen Institut weiterzubilden, wurde jedoch nach Kriegsbeginn als Arzt im Feldlazarett der 4. Armee eingezogen. Nach Kriegende baute Risel die Praxis in Halle weiter aus. 1874 übernahm er eine Oberarztstelle im städtischen Krankenhauses, die er nach der Vereinigung des Krankenhauses mit den Universitätskliniken aufgab. 1873 hatte Risel die Prüfung zum Kreisarzt abgelegt, ab 1879 war er Kreiswundarzt der Stadt Halle. 1887 wurde er zum Kreisphysikus des Saalkreises ernannt. 1888 habilitierte er sich für das Fach Staatsarzneikunde«. Risel forschte vor allem zu ansteckenden Krankheiten und berichtete in wissenschaftlichen Zeitschriften über gerichtsärztliche Befunde.

Quellen: UAHW, Rep. 11, PA 13129 (Risel); Personalverzeichnis.

Autor: HE

Zum Seitenanfang