Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Carl August Rojahn

geboren: 23. September 1889 Duisburg
gestorben: 1. Mai 1938 Halle
Konfession: evangelisch
Vater: Kaufmann

Carl August Rojahn

Von 1907 bis 1910 absolvierte Rojahn eine Apothekerlehre. 1910/11 war er Apothekenassistent in Düsseldorf. 1912 bis 1914 studierte er Pharmazie an der Universität Marburg und der Hochschule Braunschweig. 1913 legte er den pharmazeutischer Abschluss ab, 1914 das Chemiker-Verbandsexamen. Von 1914 bis 1916 studierte er Chemie an der Universität Rostock und promovierte 1916 zum Dr. phil. Außerdem legte er das Staatsexamen für Nahrungsmittelchemie ab. Von 1917 bis 1919 leistete er Kriegsdienst als Militärchemiker im Versuchsamt Berlin-Plötzensee. Während der Spartakusunruhen in Berlin war er Zeitfreiwilliger in der 1. Garde-Landesschützenabteilung. Von 1919 bis 1923 hatte er eine Assistentenstelle am Chemischen, später Pharmazeutischen Institut der Universität Frankfurt am Main inne. 1922 legte er die Abiturprüfung ab. Von 1923 bis 1926 war er Assistent an der Hochschule Braunschweig, dort habilitierte er sich 1923. 1926 erhielt er einen Ruf auf ein Extraordinariat an der Universität Freiburg zugleich leitete er die pharmazeutische Abteilung. 1927 erhielt er einen Ruf als persönlicher Ordinarius an die Universität Halle. 1931 wurde er Direktor des von ihm aufgebauten Instituts für Pharmazie und Nahrungsmittelchemie. Da die Abwicklung der Pharmazie an der Universität Halle vom Wissenschaftsministerium angeordnet wurde, suchte Rojahn nach einem neuen Betätigungsfeld. Ein möglicher Ruf an die Universität Teheran zerschlug sich jedoch. Im Dezember 1937 wurde er auf Grund von § 3 des Gesetzes über die Entpflichtung und Versetzung von Hochschullehrern an die Philosophische Fakultät der Universität Breslau versetzt. Rojahn verstarb, bevor er die Stelle antreten konnte.

Organisationen: Stahlhelm, überführt in NSDFB, NSV, RLB.

Quellen: UAHW, Rep. 11, PA 13245 (Rojahn); UAHW, Rep. 6, Nr. 1407; Gahl.

Bild: UAHW

Autor: HE

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