Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Rudolf Ruth

geboren: 21. Juli 1888 Büdingen (Hessen)
gestorben: 16. August 1942 im Osten
Konfession: evangelisch
Vater: Oberreallehrer

Rudolf Ruth

1906 legte Ruth das Abitur in Büdingen ab und studierte in Freiburg, Berlin und Gießen Rechtswissenschaften. Dort machte 1909 das Referendarexamen und promovierte 1910 zum Dr. jur. 1910 bis 1913 war Ruth Referendar, 1913 Gerichtsassessor und von 1913 bis 1920 Assistent der Juristischen Fakultät der Universität Gießen. Am Weltkrieg (Karpatenfront, Russland) nahm er als Freiwilliger teil, wurde zum Leutnant befördert und mit dem Eisernen Kreuz I. und II. Klasse ausgezeichnet. 1920 wechselte Ruth zur Staatsanwaltschaft Gießen, 1921 wurde er Amtsgerichtsrat in Offenbach. Im gleichen Jahr habilitierte er sich an der Universität Frankfurt für Deutsche Rechtsgeschichte, Handels- und bürgerliches Recht. 1924 zum nichtbeamteten außerordentlichen Professor ernannt, vertrat er im Sommersemester 1925 einen Lehrstuhl in Göttingen und erhielt im November 1925 Ruf als Ordinarius an die Universität Halle. 1928 lehnte Ruth einen Ruf nach Prag ab, 1935 wechselte er an die Universität Frankfurt am Main, wo er zum nationalsozialistischen Wirtschaftsrecht forschte und historische Arbeiten über »Wucher und Wucherrecht der Juden im Mittelalter« veröffentlichte. 1939 erneut eingezogen, fiel er als Major des Heeres an der Ostfront.

Organisationen: Stahlhelm bis 1934; Aufnahme in die NSDAP am 1. Mai 1933 (Mitglied Nr. 1 881 189).

Quelle: UAHW, Rep. 6, Nr. 1407; Jelowik, Sachsenspiegel

Autor: HE

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