Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Walter Ruttenbeck

geboren: 23. Mai Solingen
gestorben: 27. Februar 1964 Bonn
Konfession: evangelisch
Vater: Fabrikant

Walter Ruttenbeck

Ruttenbeck besuchte die Volksschule und das Reformrealgymnasium in Solingen. Nach der Reifeprüfung (1910) studierte er Theologie und Philosophie an den Universitäten Bonn, Halle, Tübingen und wieder Bonn. Er legte 1914 das erste theologische Examen ab. Während des Ersten Weltkrieges arbeitete er als Sanitäter (ausgezeichnet mit der Rot-Kreuz-Medaille). 1919 legte er das zweite theologische Examen ab. 1921 promovierte er an der Universität Bonn zum Lic. theol., 1922 wurde er zum Pfarrer ordiniert. 1924 habilitierte sich Ruttenbeck an der Universität Bonn für das Fach Geschichte der Theologie. 1930 erhielt er einen Lehrauftrag und wurde zum nichtbeamteten außerordentlichen Professor ernannt. 1931/32 vertrat er den Lehrstuhl für systematische Theologie in Halle, 1935 bis 1936 den kirchenhistorischen Lehrstuhl der Universität Bonn. 1939 verhinderte das Wissenschaftsministerium seine Berufung nach Wien, die von der dortigen Fakultät gewünscht war, wegen Ruttenbecks zurückhaltender, neutraler Haltung im Kirchenkampf. Während des Zweiten Weltkrieges war er Verfasser von zahlreichen Feldunterrichtsbriefen für das theologische Fernstudium. 1945 wurde Ruttenbeck entlassen und war danach als Krankenhausseelsorger tätig.

Organisationen: 1919 Eintritt in die DNVP; 1933 Förderndes Mitglied der SS, SA-Reserve, 1934 NSLB, 1935 NSD-Dozentenbund, 1937 Aufnahme in die NSDAP, Blockleiter.

Quellen: BA R 4901/13274; Höpfner, S. 163f. und 179f.; Auskunft des Standesamtes Bonn.

Autor: HE

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