Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Paul Sattelmacher

geboren: 13. April 1879 Osnabrück
gestorben: Frühjahr 1947 Buchenwald bei Weimar
Konfession: evangelisch
Vater: Bergwerksdirektor

Paul Sattelmacher

1902 promovierte Sattelmacher an der Universität Freiburg zum Dr. jur., ab 1914 war er Landrichter in Halle. Im Ersten Weltkrieg leistete er Militärdienst als Kriegsrichter und wurde mit dem Eisernen Kreuz I. und II. Klasse ausgezeichnet. Nach dem Krieg wurde er in das preußische Justizministerium berufen, u. a. war er Vizepräsident des Landesprüfungsamtes. Am 1. Juni 1933 ernannte ihn der preußische Justizminister zum Oberlandesgerichtspräsidenten in Naumburg, 1940 wurde Sattelmacher Honorarprofessor der Martin-Luther-Universität. Hier las er vor allem über Zivilrecht und über Gerichtspraxis. Im Zweiten Weltkrieg war Sattelmacher Kriegsgerichtsrat und erhielt das Kriegsverdienstkreuz 2. Klasse. Am 25. August 1945 wurde er in den Ruhestand versetzt, am 28. August verhaftet. Sattelmacher starb im NKWD-Speziallager Buchenwald.

Organisationen: 1902 Eintritt in den VDA, 1908 Reichskolonialbund, 1933 RDB, 1933 NSRB, 1934 NSV, Förderndes Mitglied der SS, RLB, Aufnahme in die NSDAP am 15. September 1937.

Quellen: UAHW, Rep. 11, PA 13510 (Sattelmacher); Auskunft des Oberlandesgerichtes Naumburg.

Autor: HE

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