Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Franz Sauerwald

geboren:11. Juni 1894 Spandau
gestorben:20. Januar 1979 Halle
Konfession:evangelisch
Vater:Kaufmann

Franz Sauerwald

Franz Sauerwald wurde am 11.06.1894 in Spandau als Sohn eines Kaufmanns geboren. Er studierte in Würzburg und Göttingen Chemie und promovierte 1920 mit einer Arbeit auf dem Gebiet der physikalischen Chemie. Daraufhin arbeitete er zunächst als Assistent in Breslau, wo er sich 1922 habilitierte. Er lehrte in Breslau Metallkunde und Metallurgie und wurde ebendort 1926 zum außerordentlichen Professor berufen. Ab 1937 begann er verstärkt, neben seiner Lehrtätigkeit in der Industrie zu arbeiten. 1940 gab er seine Stelle an der TH Breslau vollständig auf und arbeitete bis 1945 nur noch als physikalischer Chemiker und Leiter einer Forschungsstelle bei der I.G. Farbenindustrie in Bitterfeld. 1945 nahm er seine Lehrtätigkeit wieder auf, nun an der Universität Halle. 1946 folgte die Berufung zum ordentlichen Professor und die Ernennung zum Direktor des Instituts für Physikalische Chemie in Halle. Dort lehrte und forschte er bis zu seiner Emeritierung 1959.

Er veröffentlichte zahlreiche Werke zur Pulvermetallurgie, zu Vorgängen in Metalllegierungen, Sintervorgängen und Konstitutionen und Eigenschaften von Werkstoffen.

Zwischen 1914 und 1918 leistete er Kriegsdienst als Zugführer in der Fußartillerie. 

In der DDR setzte er sich für Studierende und Universitätsangehörige ein, die aus politischen Gründen verfolgt worden sind.

Er war verheiratet. Franz Sauerwald verstarb am 20.01.1979 in Halle.

Organisationen: Von 1933 bis 1945 war er Mitglied des NSV. Er war seit dem 16. September 1953 Mitglied der Leopoldina und erhielt zahlreiche Auszeichnungen, u.a. den Nationalpreis II. Klasse (1958) und den Ingenieurs-Ehrendoktor der Bergakademie Freiberg (1966). 

Auswahl weiterer Literatur: Gerstengarbe, Sybille und Horst Hennig: Opposition, Widerstand und Verfolgung an der Martin-Luther- Universität Halle-Wittenberg 1945 -1961. Eine Dokumentation. Leipzig 2009, 209ff.

Quellen: UA Halle-Wittenberg, Rep.11/ PA 87

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Autor: AK

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