Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Heinrich Schlier

geboren: 31. März 1900 Neuburg/Donau
gestorben: 26. Dezember 1978 Bonn
Konfession: evangelisch-lutherisch, später katholisch
Vater: Generalarzt

Heinrich Schlier

Schlier besuchte Gymnasien in Landau (Pfalz) und Ingolstadt, von Juni bis November 1918 tat er Militärdienst als Kanonier. Sein Abitur holte er 1919 nach, danach war er Mitglied des freiwilligen Grenzschutzes. Ab 1919 studierte Schlier in Leipzig und Marburg Theologie. 1925/26 war er Assistent in Marburg, wo er 1926 promovierte. Von 1927 bis 1930 wirkte Schlier als Pfarrer, 1928 habilitierte er sich an der Universität Jena. Dort war er Privatdozent bis 1930, dann hatte er einen Lehrauftrag in Marburg inne. 1934/35 vertrat er den Lehrstuhl für Neues Testament in Halle. Da sich der stets parteilose Schlier 1935 der Bekennenden Kirche anschloss, wurde seine Berufung in Halle nicht in Erwägung gezogen. 1935 wurde er hauptamtlicher Dozent am Wuppertaler Predigerseminar. Nach dessen Schließung 1936 war Schlier in Wuppertal bis 1945 Pfarrer der lutherischen Bekenntnisgemeinde. Als Ordinarius in Bonn seit Ende 1945 geriet er in wachsende Distanz zum Protestantismus. 1952 emeritiert, konvertierte er 1953 zum Katholizismus. Seine Lehrtätigkeit setzte er als Honorarprofessor an der Philosophischen Fakultät der Bonner Universität fort und arbeitete in mehreren bischöflichen und päpstlichen Kommissionen mit.

Organisationen: NSLB

Quellen: UAHW, Rep. 6, Nr. 1407; DBE Bd. 8, S. 678.

Autor: HE

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