Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Johann Gerhard Schlitte

geboren:1683 Halberstadt
gestorben:23. Januar 1748 Halle
Konfession:evangelisch
Vater:Wichmann Schlitte (gest. 1704), Großkämmerer in Halberstadt

Johann Gerhard Schlitte

Schlitte erhielt zunächst Privatunterricht und besuchte anschließend die St. Martinischule in Halberstadt sowie die dortige Domschule. 1698 wechselte er an das Königliche Pädagogium der Franckeschen Stiftungen in Halle und an das Gothaer Gymnasium. Am 10. Oktober 1698 schrieb er sich an der halleschen Universität für das Studium der Rechtswissenschaften ein. Der Tod des Vaters beendete sein Studium vorerst. Nach kurzem Aufenthalt in Halberstadt konnte er nach Halle zurückkehren und sein Anwaltsexamen ablegen.

Ab 1704 war er als königlicher Regierungsadvokat in Halle tätig. Gleichzeitig hielt er juristische Vorlesungen an der Universität.

Als 1713 die Regierung von Halle nach Magdeburg zog und er so eine Einnahmequelle verlor, war Schlitte gezwungen, seine Lehrtätigkeit auszubauen. Ein Beleg für diese engere Bindung an die Hochschule dürfte seine Promotion und das Ablegen des Lizentiats im darauffolgenden Jahr sein.

Am 18. November 1720 erfolgte seine Berufung auf eine außerordentliche Professur der Rechte. Am 9. Oktober 1726 konnte er in die ordentliche Professur aufsteigen. Gleichzeitig wurde er zum Assessor der Juristenfakultät und zum Hofrat ernannt.

Er war seit 1717 mit Anna Elisabeth Bleymüller verheiratet, die Tochter des fürstlichen Hofpredigers und Konsistorialrates Johann Heinrich Bleymüller in Barby. Eine Tochter heiratete Johann Gottlieb Ditmar Wernig, der als Mediziner in Wriezen/Oder tätig war.

Quellen: ADB, Bd. 31, Leipzig 1890, S. 526; Dreyhaupt, S. 709; Förster, S. 257f.; MV Halle I, S. 388; ; UAHW Rep 3, Nr. 240 Bestallung und Besoldung der Professoren der Juristischen Fakultät, Bd. 1 (1692-1730).

Autorin: JS

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