Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Bild für rechte Spalte: Reitersiegel-Binärcode

(Carl Johann) Friedrich Schmitz

geboren: 8. März 1850 Saarbrücken
gestorben: 28. Januar 1895 Greifswald
Konfession: evangelisch
Vater: Gymnasialoberlehrer

(Carl Johann) Friedrich Schmitz

Schmitz besuchte das Gymnasium in Saarbrücken, ab 1867 studierte er an den Universitäten Bonn und Würzburg Naturwissenschaften, insbesondere Botanik. 1870 nahm er als Ulan bzw. Infanterist am deutsch-französischen Krieg teil. Nach der Rückkehr setzte er seine Studien in Halle fort. 1871 promovierte er an der Universität Bonn mit einer Dissertation über »Das Fibrovasalsystem im Blütenkolben der Piperaceen« zum Dr. phil. 1872/73 war er als Assistent am botanischen Institut der Universität Strassburg tätig. 1874 trat Schmitz eine Stelle im botanischen Garten der Universität Halle an. Im selben Jahr habilitierte er sich mit der Arbeit »Beobachtungen über die Entwicklung der Sprossspitze der Phanerogamen, Teil I«. Nach einigen Publikationen über Heilpflanzen wurde er 1878 als außerordentlicher Professor für Pharmakognosie an die Universität Bonn berufen. 1884 folgte der Ruf auf das Ordinariat für Botanik an der Universität Greifswald. Von Bonn und Greifswald aus bereiste er Schmitz die Küsten des Mittelmeeres und der Ostsee. Hier beschrieb und untersuchte er zahlreiche Rotalgen (v. a. Rhodophycae), insbesondere den Zellkern der Algen. Schmitz starb an einer Lungenentzündung.

Quellen: Leopoldina-Archiv MM 2551 (Schmitz); Schriften; ADB im www.

Autor: HE

Zum Seitenanfang