Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Wilhelm Schneidewind

geboren: 22. Juni 1860 Osterweddingen bei Magdeburg
gestorben: 18. April 1931 Halle
Konfession: evangelisch
Vater: Gutsbesitzer

Wilhelm Schneidewind

Schneidewind besuchte von 1871 bis 1880 das Realgymnasium Magdeburg. 1881/1882 leistete er als Einjährig-Freiwilliger Militärdienst beim Feldartillerie-Regiment Nr. 28 (entlassen als Leutnant). Er studierte von 1882 bis 1888 Naturwissenschaften insbesondere Chemie an den Universitäten Halle, Freiburg, Rostock und Göttingen. In Göttingen promovierte er 1888 mit einer Dissertation »Über die negative Natur organischer Radikale« zum Dr. phil. Von 1888 bis 1902 war er Assistent, später Abteilungsvorsteher und ab 1902, als Nachfolger Max Maerckers, Direktor der Landwirtschaftlichen Versuchsanstalt der Landwirtschaftskammer der Provinz Sachsen in Halle/Saale. Ebenfalls ab 1902 wirkte er als außerordentlicher Professor für Agrikulturchemie in Halle, sein Forschungsschwerpunkt lag auf dem Gebiet der pflanzlichen und tierischen Ernährung. Unter anderem initierte er die groß angelegten, langfristigen praktischen Düngemittelversuche in Bad Lauchstädt. Er veröffentlichte zur Kali- und Stickstoffdüngung, sein Hauptwerk war »Die Ernährung der landwirtschaftlichen Nutzpflanzen« (1916, 6. Auflage 1925). Ende September 1925 wurde der hochdekorierte Schneidewind (Roten Adler Orden IV. Klasse, Ritter des Albrechtsordens) von den amtlichen Verpflichtungen entbunden.

Quellen: UAHW, Rep. 11, PA 14097 (Schneidewind); Böhm.

Autor: HE

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