Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Rudolf Scholder

geboren: 15. Juni 1896 Winterlingen (Württemberg)
gestorben: 20. Dezember 1973 Pforzheim
Konfession: evangelisch
Vater: Pfarrer

Rudolf Scholder

Scholder besuchte die Schule in Crailsheim, später evangelischen Seminare in Schönthal und Urach. Die Reifeprüfung legte er 1914 ab und trat in das Evangelisch-theologische Stift in Tübingen ein. Von 1914 bis 1918 leistete er Kriegsdienst als Freiwilliger, 1917 wurde er zum Leutnant befördert und verwundet. Ab 1918 war er Batterieführer (ausgezeichnet mit dem Eisernen Kreuz I. und II. Klasse sowie der Württembergischen Militärverdienstmedaille). 1919 begann er das Studium der Chemie an der Universität Tübingen, zugleich war er Zeitfreiwilliger bei der Tübinger Studentenwehr und nahm am Einsatz gegen aufständische Spartakisten in Stuttgart teil. 1922 promovierte er an der Universität Würzburg zum Dr. phil. Zunächst in der Industrie tätig, erhielt er 1924 eine Assistentenstelle an der Universität Greifswald, ab 1925 war er planmäßiger Assistent an der Universität Erlangen. Hier habilitierte er sich 1927. 1932 erhielt er die Oberassistentenstelle am Chemischen Institut der Universität Halle und habilitierte sich nach Halle um. 1934 wurde er zum nichtbeamteten außerordentlichen Professor ernannt, 1935/36 vertrat er den vakanten Lehrstuhl für Chemie. 1936/37 wurde er als Lehrstuhlvertreter an der Universität Königsberg, 1937 an der TH Karlsruhe eingesetzt. Im Dezember 1937 wurde er dort zum Ordinarius ernannt und 1961 emeritiert. 1954/55 amtierte er als Rektor der TH Karlsruhe.

Organisationen: März 1933 Eintritt in die NSDAP, Aufnahme am 1. Mai 1933 (Mitglied Nr. 2 255 343), NSV (Blockwalter).

Quellen: UAHW, Rep. 11, PA 14169 (Scholder); DBE Bd. 11, S. 171.

Autor: HE

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