Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Oskar Schürer

geboren: 22. Oktober 1892 Augsburg
gestorben: 29. April 1949 Heidelberg
Konfession: protestantisch
Vater: Fabrikdirektor

Oskar Schürer

1911 legte Schürer das Abitur in Augsburg ab. 1911/12 studierte er Kunstgeschichte an der Universität München. 1912/13 leistete er Militärdienst als Einjährig-Freiwilliger. 1913 setzte er das Studium in Berlin fort, 1914 wechselte er nach Marburg. Von 1914 bis 1918 stand er im Kriegseinsatz als Führer einer Flakbatterie (ausgezeichnet mit dem Eisernen Kreuz I . und II. Klasse sowie dem Bayerischen Militärverdienstorden und dem Bayerischen Militärverdienstkreuz) Nach dem Ersten Weltkrieg setzte er das Studium in München, Freiburg und Marburg fort. Dort promovierte er 1921 zum Dr. phil. und wurde Lehrer an der Neuen Schule Dresden-Hellerau. Ab 1929 lebte er als Schriftsteller in Prag, 1930 scheiterte ein Versuch zur Habilitation an der Universität Prag. 1932 habilitierte sich Schürer in Halle. Bis 1937 unternahm er mehrere Reisen in die Slowakei zur Dokumentation deutscher Kunst in der Zips. Doch schon vorher geriet Schürers Karriere ins Stocken, da er mit einer deutsch-böhmischen Sportlehrerin verheiratet war, die unter anderem von Gaudozentenführer Wagner als »tschechische Balletttänzerin« verleumdet wurde. Außerdem scheiterte ein Ruf nach Stuttgart an politischen Bedenken. Expressionistische Gedichte, die Schürer unter dem Eindruck des Kriegsgeschehens verfasst hatte, wurden als »kommunistische Betätigung« gewertet. 1937 vertrat Schürer einen Lehrstuhl für Kunstgeschichte an der Universität München und wurde dort 1939 zum außerordentlichen Professor ernannt. 1942 erhielt er einen Ruf auf ein Ordinariat an die TH Darmstadt, wo er bis zu seinem Tode lehrte.

Organisationen: Angehöriger des Stahlhelms, überführt in den NSDFB.

Quellen: UAHW, Rep. 11, PA 14359 (Schürer); UAHW, Rep. 6, Nr. 1407; DBE Bd. 9, S. 173.

Autor: HE

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