Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Christian Gottfried Schütz

geboren:19. Mai 1747 Dederstedt im Mansfeldischen
gestorben:7. Mai 1832 Halle
Konfession:evangelisch
Vater:Gottfried Schütz (1717-1772), Oberprediger in Aschersleben

Christian Gottfried Schütz

Schütz besuchte zunächst die Schule seines Heimatortes, anschließend wechselte er an die Lateinschule der Franckeschen Anstalten. Am 11. Mai 1762 schrieb er sich für das Theologiestudium in Halle ein, das er 1768 mit dem Magistertitel abschloss. Anschließend ging er als Lehrer der Mathematik an die Ritterakademie in Brandenburg an der Havel.

Im darauffolgenden Jahr kehrte er als Inspektor des Theologischen Seminars an die Universität Halle zurück. Am 28. Februar 1773 erhielt er den Ruf als außerordentlicher Professor der Philosophie, am 15. Februar 1777 als ordentlicher Professor. 1778 übernahm er zudem die Leitung des neu gegründeten Pädagogischen Seminars in Halle.

1779 berief ihn die Universität Jena als Professor der Beredsamkeit und Poesie. Dort gründete er gemeinsam mit Christoph Martin Wieland und Friedrich Justin Bertuch die Allgemeine Literaturzeitung. 1789 erfolgte die Ernennung zum weimarischen Hofrat.

Am 3. Oktober 1803 wurde Schütz erneut an die Universität Halle berufen. Hier übernahm er die Professur für Beredsamkeit und Literaturgeschichte. Er wurde Direktor des Philologischen Seminars, das Institut, das die Lehrerausbildung übernahm. Zudem hatte er die Allgemeine Literaturzeitung mit nach Halle genommen, in der er eine Bandbreite an Themen aus der Philosophie, Literatur und Ästhetik publizierte.

Schütz heiratete 1778 Henriette Danovius (gest. 1823) in Halle. Sie war die Tochter des Pfarrers Ludwig Danovius (1711-1771). Das Paar hatte mehrere Kinder, u.a. Friedrich Karl Julius Schütz (1779-1844), der ebenfalls Professor in Halle wurde. Im Januar 1804 erlangte Schütz das hallesche Bürgerrecht.

Quellen: ADB, Bd. 33, Leipzig 1891, S. 111f.; Förster, S. 261f.; Günther, Johannes: Lebensskizzen der Professoren der Universität Jena seit 1558 bis 1858, Jena 1858 (ND Aalen 1979), S. 208; NDB, Bd. 23, Berlin 2007, S. 660f.; StAH FA, Nr. 4131; UAHW Matrikelverzeichnisse nach 1744, Bd. 3, Bl. 55; UAHW Rep 3, Nr. 249, Ernennung der ordentlichen und außerordentlichen Professoren der Philosophischen Fakultät (1766-1798).

Autorin: JS

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