Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Otto Schultze

geboren: 9. Oktober 1872 Merseburg
gestorben: 11. Januar 1950 Frankfurt am Main
Konfession: nicht ermittelt
Vater: Bankier

Otto Schultze

Nach dem Schulbesuch in Merseburg studierte Schultze Medizin an den Universitäten Kiel, Heidelberg und München. Das Staatsexamen bestand er 1898 in Heidelberg. Danach war er Arzt in Merseburg und an der Universitätsklinik Jena, dort promovierte er 1899 zum Dr. med. mit einer Arbeit über den Wärmestich beim Kaninchen. Als Schiffsarzt reiste er mehrfach nach Nordamerika. Ab 1900 studierte er Psychologie in München, ab 1904 war er in Würzburg experimentell tätig. Bildungsreisen nach England und Schottland, Italien und Sizilien schlossen sich an. 1906 promovierte er an der Universität Würzburg zum Dr. phil. (Rigorosum in den Fächern Philosophie, Archäologie, Zoologie) mit einer Arbeit über einige Hauptgesichtspunkte der Beschreibung in der Elementarpsychologie. Von 1906 bis 1908 war er Assistent an der Universität Frankfurt am Main, wo er sich 1908 habilitierte. Von 1908 bis 1912 lehrte Schultze als Professor der Philosophie in Buenos Aires. 1915 wurde er außerordentlicher Professor in Frankfurt, 1922 zum ordentlichen Professor der Pädagogik, Philosophie und experimentellen Psychologie in Königsberg berufen. 1934/35 vertrat er den vakanten Lehrstuhl in Halle, wurde aber 1935 zurück nach Königsberg versetzt und emeritiert. Nach 1945 nahm Schultze einen Lehrauftrag für Philosophie, Psychologie und Pädagogik an der Universität Frankfurt am Main wahr.

Organisationen: 1934 Eintritt in den NSLB.

Quellen: Geuter; BDC.

Bild: UAHW

Autor: HE

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