Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Heinrich Schumann

geboren: 19. Februar 1911 Kassel
gestorben: 7. August 1988 Rinteln
Konfession: evangelisch
Vater: Reichsbahnarzt

Heinrich Schumann

Schumann besuchte Schulen in Kassel sowie Landerziehungsheime in Buchenau und Schloss Bieberstein (Röhn), dort legte er 1931 die Reifeprüfung ab. Er studierte Medizin an den Universitäten Heidelberg, Marburg, München und Berlin. 1936 bestand er das Staatsexamen. 1937 absolvierte er Praktika an der Medizinischen Klinik und am Physiologischen Institut der Universität Halle, 1938 promovierte er zum Dr. med. an der Universität Berlin. 1938 wurde er außerplanmäßiger, 1939 planmäßiger Assistent an der Medizinischen Universitätsklinik Halle. 1942 habilitierte er sich mit einer Arbeit über den Muskelstoffwechsel des Herzens von Ratten. Nach militärischer Grundausbildung 1939 wurde Schumann 1940 zur Luftwaffe eingezogen. Er war Oberarzt im Luftwaffenlazarett Gotha, 1943 wurde er zum Stabsarzt befördert. 1945 geriet er in amerikanische Kriegsgefangenschaft, im Oktober 1945 wurde er von der Universität Halle entlassen. 1950 war er Leiter des Kreiskrankenhauses Bad Nenndorf, später Arzt in Rinteln an der Weser.

Organisationen: Eintritt in die NSDAP am 1. Mai 1932 (Mitglied Nr. 1 123 410), 1932 Eintritt in den NSDStB, am 15. Mai 1933 in die SS, zuletzt Führer der SS-Sanitätsabteilung XVIII im Rang eines SS-Oberscharführers.

Quellen: UAHW, Rep. 11, PA 14517 (H. Schumann); UAHW, Rep. 6, Nr. 1407.

Bild: UAHW

Autor: HE

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