Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Hans Seifert

geboren: 24. April 1893 Altona
gestorben: 16. April 1976 Steinfurt
Konfession: evangelisch-lutherisch
Vater: Kaufmann

Hans Seifert

Seifert besuchte Schulen in Altona und studierte ab 1911 Naturwissenschaften, speziell Mineralogie und Geologie sowie Mathematik an den Universitäten Marburg, Heidelberg, Berlin, Kiel und – nach dem Ersten Weltkrieg – Frankfurt am Main. 1914 meldete er sich als Kriegsfreiwilliger, wurde 1915 zum Leutnant befördert und als Kompanieführer an der Ostfront eingesetzt (ausgezeichnet mit dem Eisernen Kreuz I. und II. Klasse) 1918 demobilisiert, bestand er 1920 die Prüfung für das Lehramt und wurde Assistent am Mineralogisch-petrographischen Institut der Universität Frankfurt. 1922 wechselte er an das Mineralogisch-petrographische Institut der Universität Berlin und promovierte dort 1923 zum Dr. phil. mit einer Arbeit über Wachstum und Auflösung von Kristallen. 1928 habilitierte er sich für Mineralogie und Petrographie und erhielt 1932 die Stelle des Kustos am Mineralogisch-petrographischen Institut und Museum der Universität Berlin. 1935 erhielt er den Titel eines außerordentlichen Professors, 1939 wurde er zum außerplanmäßigen Professor ernannt. 1941 wurde er als Nachfolger Ferdinand von Wolffs planmäßiger Extraordinarius an der Universität Halle. 1943 nahm er einen Ruf auf ein Ordinariat an der Universität Münster an, zugleich war er Direktor des Mineralogisch-petrographischen Instituts dieser Universität. 1961 wurde er emeritiert.

Organisationen: 1933 Kyffhäuserbund, 1933 Stahlhelm, überführt in die SA, ausgeschieden 1935 wegen der Tätigkeit für den Luftschutz, 1933 Eintritt in den Reichsluftschutzbund dort Amtsträger, an der Universität Berlin Obmann des NS-Dozentenbundes, Aufnahme in die NSDAP am 1. Mai 1937 (Mitglied Nr. 5 377 060).

Quellen: UAHW, Rep. 11, PA 14658 (Seifert); DBE Bd. 9, S. 270.

Autor: HE

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