Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Walter Serauky

geboren: 20. April 1903 Halle
gestorben: 20. August 1959 Halle
Konfession: evangelisch
Vater: Versicherungsagent

Walter Serauky

Das Abitur legte Serauky 1922 an der Latina der Franckeschen Stiftungen ab. Er studierte Musikwissenschaft, Germanistik, Geschichte und Philosophie an den Universitäten Halle, Leipzig und wieder Halle. 1929 promovierte er zum Dr. phil., ab 1929 war er außerplanmäßiger Assistent am Musikwissenschaftlichen Seminar der Universität Halle. 1932 habilitierte er sich mit dem ersten Band einer »Musikgeschichte der Stadt Halle«. Zunächst nur mit kleineren Beihilfen und Stipendien ausgestattet, wurde er 1940 zum außerplanmäßiger Professor ernannt. 1941/42 stand er als Landesschütze im Kriegseinsatz und wurde als Versehrter entlassen. 1943/44 vertrat er den Lehrstuhl für Musikwissenschaft an der Universität Leipzig. Im Oktober 1945 von der Universität Halle entlassen, verwaltete er die Bibliothek des Musikwissenschaftlichen Seminars ohne Vergütung und half dem versehrten Max Schneider bei den alltäglichen Verrichtungen. 1947 erhielt er einen Forschungsauftrag über Händel, 1948 wurde er Lektor für Musikwissenschaftliche Propädeutik und Neuere Musikgeschichte an der Universität Halle. Da die Universität Halle ihm keine angemessene Vergütung zahlen wollte, nahm Serauky 1949 einen Ruf nach Leipzig an, wo er bis zu seinem Tod als ordentlicher Professor der Musikwissenschaft wirkte. Hier war er mit der Rekonstruktion und Neuordnung des Leipziger Musikinstrumentenmuseums beschäftigt, außerdem stellte er drei Bände einer Händel-Biographie fertig.

Organisationen: 1933 SA, im Dezember 1933 Austritt aus gesundheitlichen Gründen, NSLB, RLB, Eintritt in die NSDAP am 1. Mai 1937. Ab Juli 1945 LDP.

Quellen: UAHW, Rep. 11, PA 14696 (Serauky); UAHW, Rep. 6, Nr. 1407; DBE Bd. 9, S. 291.

Autor: HE

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