Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Irmfried Siedentrop

geboren: 2. April 1902 Hohenwestedt (Schleswig-Holstein)
gestorben: 1. November 1995 Vallendar
Konfession: evangelisch
Vater: Pfarrer, Schuldirektor

Irmfried Siedentrop

Die Reifeprüfung legte Siedentop 1922 in Eisenach ab. Er studierte Naturwissenschaften, besonders Geographie an den Universitäten Hamburg, Jena, Frankfurt am Main und München. Hier promovierte er 1928 zum Dr. phil. Von 1928 bis 1934 war er Assistent am Geographischen Seminar der Universität Halle, und habilitierte sich 1931. Da er seit 1933 als Fachberater des Hauptamtes der Studentenschaft für Grenz- und Auslandsdeutschtum tätig war, erhielt er 1934 einen Lehrauftrag für Wirtschafts- und Verkehrsgeographie. Die Ernennung zum nichtbeamteten außerordentlichen Professor wurde 1937 vom Institutsleiter Otto Schlüter nicht befürwortet, daher suchte Siedentop 1938 um die Versetzung nach Graz nach. Das Wissenschaftsministerium entsprach dem Antrag nicht, auch eine Dozentenbeihilfe wurde ihm 1939 nicht bewilligt. Daher trat Siedentop am 1. Juli 1939 zum Reichswetterdienst über. Am 1. September wurde er als Meteorologe zum Militärbeamten (Regierungsrat) auf Kriegsdauer ernannt. Unter anderem war Siedentop auf dem Fliegerhorst Westerland auf Sylt eingesetzt. 1940 entzog ihm das Wissenschaftsministerium die Lehrbefugnis. Eine Rückkehr an die Universität Halle wurde 1946 vom neuen Kurator Elchlepp abgelehnt. Nach 1945 war Siedentop Dozent für Wirtschaftsgeographie an der Staatlichen Ingenieurschule für Maschinenwesen in Hagen.

Organisationen: November 1933 bis März 1934 SA-Marinesturm. Aufnahme in die NSDAP am 1. Mai 1933 (Mitglied Nr. 2 757 034), 1934 Blockleiter, Ortsgruppenkulturwart. Ab Dezember 1934 Referent des NSLB für Geopolitik.

Quellen: UAHW, Rep. 11, PA 14731 (Siedentop); UAHW, Rep. 6, Nr. 1407; Auskunft des Standesamtes Hohenwestedt.

Autor: HE

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